Hey Freunde, lasst uns mal ein bisschen nachdenken. Was geht in unserer Welt und im Speziellen in unserer Umgebung vor? Menschen, die wir heute noch als korrekt empfinden, sind schon morgen total ab der Rolle. Individualismus zerstört die familiären Beziehungen. Beizen, Clubs und Feste feiern Höhenflüge, spannen jedoch viele von uns unter das Joch der ungesunden Massensuggestion. Daneben schlägt sich die traditionelle christliche Gemeinde auf dem Weltacker. Ihr ist aufgetragen, ein Licht auf dem Schemmel zu sein, so dass verirrte Seelen nicht verloren gehen, sondern den Weg zurück in das angestammte, freundschaftliche Verhältnis zu unserem Schöpfer finden.

Sowohl unsere Gemeinde als auch unser Gottesdienst brauchen eine aktuelle Umsetzung. Niemand muss jedoch ein Hip-Hop-Konzert als Gemeindeanlass akzeptieren, wenn er auf Hardcore steht. Junge Christen versammeln sich. Gleichgesinnte gründen neue Gruppen, um szenenorientiert zu arbeiten. Zugleich ist die Freundschaft verbindlich. Freunde werden in die eigene Gruppe aufgenommen, und das coole daran ist: Niemand tut, was er nicht will.


Nach ungefähr 5 Jahren Jesus Freaks St.Gallen, ist es an der Zeit das Schiff neu zu entern. Wir entern das Schiff um zu sehen, welcher Inhalt die Stürme überstanden hat, und welcher Inhalt von Bord gespült wurde.

Das Wichtigste gleich am Anfang:

Unsere Idee von Gemeinde, also Gang sein, hat sich gehalten. Eine Gang sein bedeutet für uns als Gleichgesinnte diejenige Aktion umzusetzen, die wir wollen. Dabei geht es zuerst einmal um den fett gesegneten Abhängabend. Immer freitags versammeln wir uns um gemeinsam das Zentrum unseres Glaubens zu feiern. Wir starten unkompliziert mit Gemeinschaft bei Cafe und Snacks. Nicht gehalten hat sich aber, dass wir Gemeinschaft haben, ohne irgendwann geistlich zu werden. Input und Lobpreis wurden somit wieder an Bord geholt, nachdem sie in die See geworfen wurden. Dabei ist es klar, dass die ganze Sache unkompliziert an den Mann gebracht wird.
Ätzendes Bekehrungsgelaber oder Getue wird von der Gang als Ganzes gleich über Bord geworfen. Ebenso moralisieren und übermässiges streiten im Gespräch.
Unsere gemeinsamen Ausgehzeiten haben sich gehalten. Nicht jedoch die immer gleiche Lokalität die man besucht. Die Interessen sind hier zu verschieden. Nach dem Abhängabend werden Lust und Laune aktiv und weisen ins Bett oder in die Beiz.
Fallen gelassen wurde auch die interne Band. Dies zugunsten von Kraft und Zeit für den Gangaufbau. Strukturmässig haben wir uns als Gang die gängigste Methode verpasst, den Verein. Jeder kann bei uns reinschauen und zuschauen und mitdiskutieren. Und wenn es ihm oder ihr bei uns fügt, kann er oder sie sich anschliessen, was aber eine gewisse Verbindlichkeit nach sich zieht. Nicht gehalten hat sich auch der alte Clubraum. Aus eins wurde nämlich erfreulicherweise zwei mit eigenem Eingang. Dafür ist die Jahre hindurch unverrückbar klar geblieben, dass wir der Heilsarmee die Freundschaft und somit auch den Kontakt halten. Als Gangarbeit sind wir schliesslich so ausgerichtet, dass jemand entweder nur Gangmitglied sein kann, oder auch noch Mitglied einer andern Gemeinde. So haben wir Gangmitglieder, die noch zusätzlich die Pfimi besuchen oder die Heilsarmee.
Geblieben ist auch die kulturmässige Ausrichtung. Das Jahr 2007 bringt viel Musik beinahe jeder Stilrichtung. Und weiterhin wollen wir im kulturellen Bereich alternativ bleiben. Dies nur schon darum, weil sich auch die soziale Gassenarbeit gehalten hat. In den Räumen der Oase gibt die Jesus Freaks Gang, in Zusammenarbeit mit der Heilsarmee, einmal im Monat das Essen an Randständige aus. Daher haben wir einige Konktakte bekommen. Unsere Freunde von der Gasse besuchen also recht regelmässig unsern Abend. Und dies ist ein Grossteil unseres missionarischen Tuns. Gemeinschaft anbieten, Input und Lobpreis nicht vergessen. Gangmitglieder sind wir eigentlich mehr als 10, regelmässig kommen aber so zwischen 3-8 Mitglieder.
Unter die letzten Jahre ziehen wir nun einen Strich, um mit der momentanen Zusammensetzung wieder neu anzusetzen und die kommenden Jahre zu prägen.